Camp 2025

Im Dezember 2025 führten wir mit allen Kindern des LTC-Projekts ein Lager durch, aufgeteilt in zwei altersgerechte Programme. Ziel dieser Anlässe war es, alle Kinder wieder zusammenzubringen und die Gemeinschaft zu stärken. Darüber hinaus legte unser Team grossen Wert darauf, nicht nur das soziale Miteinander zu fördern, sondern auch die Beziehung der Kinder zu Gott zu vertiefen.
Für die jüngeren Kinder unter 10 Jahren fand ein eintägiges Programm statt. Sie hatten die Möglichkeit, gemeinsam Spiele zu spielen, zu malen und Zeit auf dem Spielplatz zu verbringen. Zusätzlich lernten sie altersgerechte Bibelverse und nahmen die Mahlzeiten gemeinsam ein.

Die älteren Kinder ab 14 Jahren nahmen an einem dreitägigen Programm mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten teil. Eine ausgebildete Krankenschwester führte eine altersgerechte Aufklärung über die körperlichen Veränderungen in der Pubertät sowie über sexuell übertragbare Krankheiten durch. Im Gegensatz zum regulären Schulunterricht war dieses Angebot bewusst interaktiv gestaltet, sodass sich die Jugendlichen trauten, Fragen zu stellen. Zudem hatten sie die Möglichkeit, Einzelgespräche mit medizinischen Fachpersonen zu führen und persönliche oder medizinische Anliegen zu besprechen. Es kamen einige gesundheitliche Schwerpunkte auf, welche nun individuell behandelt werden können.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der beruflichen Zukunft der Jugendlichen, die für viele bereits näher rückt. Gemeinsam reflektierten sie, ob sie ihre schulische Laufbahn, beispielsweise an einer Hochschule, fortsetzen oder den Einstieg in die Berufswelt anstreben möchten.

Reise 2022 – Erste Besuche

Vorgestern und heute haben wir unsere ersten Besuche bei einigen der LTC Kindern machen dürfen. Zuerst waren wir bei Kizza zuhause, wo etwa 18 Kinder wohnen. Wir wurden mit grosser Freude und Umarmungen empfangen, ein wunderschönes Wiedersehen und zum Teil auch Kennenlernen. Da wir dieses Jahr als drei Generationen nach Uganda gereist sind, haben die Kinder meine Grossmutter, Margrit Schenk, kennenlernen dürfen. Nachdem wir ins Haus geführt worden sind, hat Kizza uns mit einem Gebet begrüsst. Nach einem gemeinsamen Lied, haben die Kinder uns ihre Zimmer gezeigt. Die Mädchen wohnen zusammen in einem Zimmer. Ganz stolz hat jedes der Mädchen ihr Bett gezeigt. Bei den Knaben das gleiche, auch sie schienen sehr stolz zu sein. Die vielen Geschenke der Paten haben die Kinder mit strahlenden Augen entgegengenommen. Die Kleider wurden anprobiert, die Süssigkeiten geteilt und die Spiele miteinander gespielt. Den Rest des Nachmittags haben wir mit Spielen (Uno, Schach und das Migros-Memory) verbracht. Es überrascht mich immer wieder, wie interessiert bereits einige der kleineren Kinder am Schachspiel sind.

Heute waren wir zu Besuch bei Joy und Joseph, den Eltern von Kizza. Bei ihnen wohnen etwa 15 Kinder. Was für eine herzliche Begrüssung! Alle kommen angerannt und umarmen uns. Für mich ist dieser Moment die lange Reise immer wert. Die Begrüssung von Joy kann man kaum in Worte fassen und müsste man fast selber erleben. Auch hier wurden wir ins Haus geführt und von Kizza zuerst begrüsst. Nachdem wir uns einander vorgestellt haben, sangen wir ein paar Lieder zusammen. Die Getränke und «Chrömli» haben alle freudig entgegen genommen. Joy hat anschliessend Sybil und Margrit ihren Garten gezeigt, während ich mit den Kindern gespielt habe. Das ist immer das Highlight von meinem Tag. Die Kinder tauen dadurch immer auf und das zu Beginn scheue Verhalten, schmilzt dahin.

Zwillinge Waiswa und Tenywa

Bei unserem letzten Besuch in Uganda im Sommer 2021 hatten wir die beiden Zwillinge Tenywa Jacob und Waiswa Isaac besucht. Ich hatte sie zuvor nur von den Fotos gekannt, auf welchen man zwei unterernährte, zu früh auf die Welt gekommene, kleine Babys erkennen konnte.

Seit sie bei unserem Freund Richard und seiner Familie leben und von ihnen umsorgt werden, haben sich die zwei Buben zu gesunden und fröhlichen Kinder entwickelt. Ich war unglaublich überrascht den Unterschied in ihrem Gesundheitszustand zu sehen. Anstatt die halb verhungernden Zwillinge, hatte ich zwei quirlige, aufmerksame Jungs vor mir. Sie sind sich in vielem ähnlich, haben jedoch zwei total andere Charakter.

Tenywa ist der lebendigere der beiden. Er liebt es, «Action» um sich herum zu haben, sei dies mit Spielen oder mit Spielzeugen. Waiswa dagegen wirkt auf den ersten Anschein ruhiger. Er scheint ein bisschen mehr Zeit zu brauchen bis er auftaut. Wenn man ihn dann aber zum Lachen bringt, schmilzt einem das Herz. Zaina, die Mutter der Zwillinge darf nun mit ihnen bei Richard wohnen und auch sie scheint sich positiv zu entwickeln. Sie ist ein hilfsbereites, anständiges, junges Mädchen und packt bei allen Hausarbeiten gerne an. Auch beim Kochen sei sie immer gerne dabei und lernt viel von Justine, der Frau von Richard.

«Let the children Uganda» ermöglicht Zaina nun eine Ausbildung zur Näherin, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt möglichst selbständig für sich und ihre Kinder sorgen kann.