Danke 🙂

Kizza (rechts) und Monday danken all den «Let the children Uganda» Freunden aus der Schweiz und wünschen schöne Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr und wir schliessen uns diesem Dank und den Wünschen an.

Hier noch ein Video von Monday mit Eindrücken von der Hilfsgüterverteilung während der Corona-Zeit.

Besuch bei Kizza zu Hause

Wie jedes Jahr war der Besuch in Kizzas Haus ein absolutes Highlight. Die Kinder freuen sich immer sehr, zu hören, wie es ihren Supportern in der Schweiz geht. In diesem Jahr war mein Besuch sehr kurzfristig geplant und ich konnte nicht gross Geschenke mitnehmen. Aus diesem Grund liess Regimer (Remmy), Kizzas Ehefrau, für alle 100 «Let the children» Kids ein farbiges T-Shirt mit der Aufschrift «Let the children Uganda – Switzerland loves you» bedrucken. Sie brachte alle Shirts zu den Kindern nach Hause und die Freude darüber war sehr gross. Ein Hit waren auch die Spiele, die ich aus der Schweiz mitgebracht habe. Das Gratismemory aus der Migros wurde mehrere Stunden lang gespielt und es sei auch jetzt noch rege in Gebrauch.

Neues Haus

Vor einem Jahr fand Kizza eine alte Frau in einem Dorf, die mit 12 Enkeln in einem zerfallenen Haus lebte. Bei Regenfällen musste die Familie Schutz unter Plastiksäcken suchen, weil das Dach undicht war. Kizza war über die Zustände, in denen diese alte Frau leben musste, erschüttert. Für uns war es keine Frage, dass dieser Frau geholfen werden muss. Bereits nach 6 Wochen konnten sie in das neu erbaute Haus neben dem alten Haus einziehen. Bei meinem Besuch im Oktober durfte ich sehen, wie glücklich diese Frau über dieses Geschenk ist. Das alte Haus wird noch als Outdoorküche benutzt.

Zwillinge

Beim Verteilen der Nahrungsmittel, stiess unser Team auf eine junge Frau, die Zwillinge geboren hatte. Als die Corona Help Mitarbeiter in das dunkle, feuchte Haus gingen, sahen sie die beiden Babies nackt auf dem Boden liegen. Sie zitterten und sahen so verhungert aus, als hätten sie schon lange keine Milch mehr erhalten. Das ganze Team musste beim Anblick dieser hilflosen und sterbenden Kinder weinen. Die Mutter, ein 14jähriges Mädchen, war völlig überfordert mit diesen Zwillingen und liess diese bei der Grossmutter. Die alte Frau wusste jedoch auch nicht, wie sie diese kleinen Jungen ernähren soll und gab ihnen einfach einmal am Tag ein paar Löffel Kuhmilch. Pfarrer Richard, seine Frau Justine, Kevin und Monday fuhren sofort los, um Kleidung, Decken, Nahrung, Schöppeli für die Babies und eine Matratze für das Mami zu kaufen. Zum ersten Mal hatten die Kinder warme Kleidung am Körper und waren eingehüllt in eine Decke.

Nach diesem ersten Besuch wurden die Kinder für Untersuchungen in den Spital gebracht. Sie waren bereits 7 Wochen alt und wogen 1.5 Kilogramm. Nebst der Unterernährung kam dazu, dass sie unter extremer Anämie litten und auf der Stelle eine Bluttransfusion benötigten. Ich war wieder einmal über die Zustände in den ugandischen Spitäler bestürzt. Unser Team musste selber in verschiedenen Spitälern auf die Suche nach geeignetem Blut gehen, Bettsachen für das Spitalbett kaufen und Essen gibt es auch keins. Jetzt, nach 3 Wochen Intensivbehandlung dieser Kinder, geht es ihnen viel besser. Sie nehmen gut zu und gestern beobachtete Monday, dass die Zwillinge zum ersten Mal anfingen mit ihren Füssen zu spielen. Das war eine unglaubliche Veränderung und zeigt, dass die Kinder in ihrer Entwicklung Fortschritte machen.

Wir möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich für die Hilfe bei der Versorgung dieser Zwillingsbuben bedanken. Laut Arzt hätten sie noch 5 Tage gelebt, doch jetzt haben sie ein ganzes Leben vor sich.

Corona Help

Unser Corona Help Team ist nach wie vor fleissig am Verteilen von Essensrationen. Bis jetzt haben sie über Tausend Menschen mit Nahrung versorgt. Die Situationen die sie zum Teil antreffen, sind schrecklich. Menschen sitzen mutlos vor ihren Häusern und haben seit Tagen keine Mahlzeit mehr eingenommen und sich nur von Salzwasser „ernährt“. Alte Menschen wurden sich selber überlassen, weil die jüngere Generation das Dorf verliess um Arbeit zu suchen.

Die verzweifelten Gesichter bringen unser Team tagtäglich an ihre Grenzen. Aber die Freude über einen Sack Reis ist Antrieb genug, um mit dieser Arbeit fortzufahren. In den letzten Monaten wurden tausende von Schweizerfranken in Nahrung umgewandelt. Ohne die zahlreichen Spenden könnten wir diese Arbeit nicht tun. Vielen herzlichen Dank für Eure Mithilfe. Aus unserer Nothilfe wurde in der Zwischenzeit Lebensrettung.