Kizzas CH Besuch

Besuch im Altersheim

Ende September besuchte uns Kizza in der Schweiz. Er hatte ein abwechslungsreiches und spannendes Programm vor sich. Unseren ersten Besuch machten wir im Altersheim und mit den Bildern von Uganda und dem Projekt „Let the children“ eroberte Kizza schnell die Herzen der Zuhörer. Sie wurden durch das einfache Leben von Kizza und seiner Familie an ihre eigene Kindheit erinnert. Viele von ihnen hatten damals auch kein fliessendes Wasser und alle wussten wie es sich anfühlt, Hunger und Durst zu haben. Dieser Besuch berührte Kizza sehr.

Besuch bei den Schulklassen

Die Schulhäuser Sonnmatt und Küngoldingen haben bereits einige grosszügige Spenden an das Projekt überweisen können. Jedes Jahr findet in der Sonnmatt ein Weihnachtsmarkt und im Küngoldinger Schulhaus ein Frühlingsmarkt statt. Der Erlös aus diesen Märkten wird zum grössten Teil an ein Hilfswerk überwiesen. Wir sind bereits schon zum dritten Mal in den Genuss von einer grosszügigen Spende gekommen. Mit diesem Geld konnten wir das Schuldgeld der Kinder bezahlen, die noch keine Paten haben. Aus diesem Grund haben Kizza und ich sehr viele Klassen besuchen dürfen. Auch dort gab Kizza durch Bilder und Erzählungen einen wertvollen Einblick in seine Arbeit. Die Kinder waren tief beeindruckt von dem Projekt und sie konnten sich zum Teil fast nicht mehr von Kizza trennen.

Freundestreffen

Ein absolutes Highlight von Kizzas Besuch war das Treffen, zu dem wir alle Freunde und Paten des Projektes eingeladen haben. Über 100 Menschen haben mit uns einen tollen Nachmittag und Abend verbracht. Nach einem feinen Apéro bei schönstem Wetter im Pfarrhausgarten, berichtete Kizza in der Kirche über seine Arbeit in Uganda. Im Anschluss gab es ein reichhaltiges Abendessen im Untergeschoss der Kirche. Kizza war begeistert von der Anteilnahme von so vielen Menschen. Den Tag schlossen wir mit einer Worshipzeit um ein Lagerfeuer ab.

Weitere Anlässe und Ausflüge

Camp für die Kinder

Ein absolutes Highlight von 2018 war das Camp, welches Kizza Mitte Dezember mit über 60 Kindern durchführen konnte. Die Aufregung war sehr gross, denn für fast alle Kinder war es das erste Mal, dass sie in die Ferien fahren konnten. Mit einem grossen Bus wurden die let the children Kids eingesammelt und in ein schönes Resort gebracht.

Nebst ganz vielen Spassaktivitäten wie Spielen und Baden, plante Kizza auch Workshops ein. An einem Tag kam eine Krankenschwester und erklärte den Kindern, wie sie durch Einhalten von Hygienemassnahmen Krankheiten umgehen können. Richtiges Händewaschen ist lebensnotwendig in Ländern wie Uganda und trägt dazu bei, dass sich viele Krankheiten nicht ausbreiten können.

Schwangerschaften von Minderjährigen und Aids ist leider sehr weit verbreitet in Uganda. Aus diesem Grund besuchten die älteren Kids aus dem Projekt einen Workshop zum Thema Verhütung (Aidsprävention) und Umgang mit der eigenen Sexualität. In geschlechtsspezifischen Gruppen wurde ausgetauscht und Fragen konnten gestellt werden.

Das Baden im Pool war für die Kinder vermutlich ein absolutes Highlight der Woche. Es war für viele das erste Mal, dass sie in einem Pool schwimmen konnten und die Freude ist auf den Photos zu sehen. Ein paar Kinder konnten leider aus gesundheitlichen Gründen nicht ins kühle Nass.

Diese Woche konnten wir Kizza und den Kindern nur ermöglichen, weil so viele grosszügige Spender hinter diesem Projekt stehen.

Jahresbericht 2017

Was in der Schweiz passierte

Finanzen

Im zweiten Halbjahr konnten wir durch gezielte Werbung, mit einer spezifischen Website und Mund zu Mund-Weitergabe unser Budget für den Hausbau mehr oder weniger sicherstellen. Viele Arbeiten sind abgeschlossen. Wir sind immer noch nicht ganz fertig, jedoch sollten unsere momentanen Finanzen ausreichen.

Spenden

Für die laufenden Kosten konnten wir auch in diesem Jahr auf regelmässige Spender/innen zählen. Wir sind sehr froh und dankbar auf so grosszügige Menschen zählen zu können. Der gesamte Spendenbetrag belief sich 2017 auf stolze CHF 38‘271.90. Dies durch die zahlreichen Einzelspenden, die unserem Verein anvertraut wurden. Zusätzlich zu den allgemeinen Spenden haben wir seit Oktober 2017 ein separates Konto für Patenschaften. In der kurzen Zeit bis Ende dieses Jahres konnten wir Spenden in der Höhe von CHF 7‘325.40 verbuchen. Das ist unglaublich.

Kollekten

Eine weitere Einnahmequelle sind die Kollekten aus verschiedenen Gottesdiensten. Dazu zählen der @ults (Gottesdienst für junge Erwachsene), der @omic (Gottesdienst für Jugendliche) und der Sonntagsgottesdienst der reformierten Landeskirche in Oftringen. Zusätzlich wurde bei einem Firmenanlass und in der VAC (Verein apostolischer Christen) grosszügig für uns gesammelt. Wir wurden im Jahr 2017 mit der stolzen Summe von CHF 9‘561.10 tatkräftig unterstützt. Speziell zu erwähnen gilt es hier zudem die Kollekte des Weihnachtsmarkts der Schule Sonnmatt in Oftringen. Das Patenschaftsprojekt wurde so mit einer stolzen Summe von CHF 4‘793.95 bereichert.

Patenschaftsprojekt

Seit Ende 2017 gibt es die Möglichkeit mit einer Patenschaft konkret ein bestimmtes Kind von Let the children Uganda zu unterstützen. Das Projekt wurde nach einem Besuch bei Let the children in Uganda von Sybil Müller ins Leben gerufen. Während ihres Aufenthalts in Uganda konnte sie verschiedene Familien besuchen und fand überall ähnliche Probleme. Den Familien fehlt Geld für die Schulgebühren, medizinische Notfälle und sogar für regelmässige Mahlzeiten. Diese Tatsache liess Sybil nicht mehr los. Zusammen mit ihrer Tochter Jael besuchte sie jedes einzelne Kind, das in das Patenschaftsprojekt aufgenommen wurde. Zu jedem Kind gibt es einen kurzen Steckbrief. Momentan sind 37 Kinder in verschiedenen Altersstufen Teil des Projekts. Diese Kinder leben zum Teil bei Kizza und Regimer und zum Teil bei ihren leiblichen Eltern. Mit diesem Projekt werden wir langfristig die Versorgung der Kinder mit Bildung, Nahrung und Medikamenten sicherstellen.

Was in Uganda passierte (von Kizza E. Godfrey)

Besuch des Projekts durch Sybil und Jael Müller

Seit Jahren verfolge ich die Arbeit von Let the children Uganda und habe schon oft im Rahmen von einem Gottesdienst für den Hausbau Geld gesammelt. Dieses Projekt interessierte mich sehr und daher war es sehr naheliegend, dass ich während meines vierwöchigen Sabbaticals einen Besuch in Uganda machen wollte. Meine Tochter Jael und ich wurden sehr herzlich von Kizza und seinem Bruder Mandy am Flughafen in Empfang genommen. Es war, als würden wir auf Freunde treffen. Während unseren vier Wochen erhielten wir einen schönen Einblick in seine Arbeit, seine Familie und lernten viele Menschen kennen. Wir durften mit dem, in der Kirchgemeinde gesammelten Geld, Essen für einige sehr bedürftige Familien kaufen. Kizza und seine Arbeit haben mich sehr berührt. Die Not in Uganda ist so gross und einige Familien leben wirklich in grösster Armut. Eine tägliche Mahlzeit und ein Dach über dem Kopf zu haben, ist nicht selbstverständlich. Es gibt so viele Kinder, die aufgrund dieser Armut nicht zur Schule gehen können. Kizza nimmt sich dieser Kinder und Familien an, er gibt ihnen zu essen und schickt die Kinder zur Schule. Während meiner Zeit bei Kizza bekam ich diese ca. 35 Kinder von Let the children sehr lieb. In mir wuchs der Wunsch, aktiv etwas zu dieser Arbeit beitragen zu können. Am selben Abend wurde mir von einem Bekannten aus der Schweiz eine grössere Spende auf mein Konto einbezahlt, ich soll dieses Geld für die Bezahlung von Schulgeld gebrauchen. Dies war sozusagen die Geburtsstunde von meinem Schulsupportprogramm. Denn als ich Kizza meine „neugeborene“ Idee mitteilte, war er sehr berührt und freute sich über diese Möglichkeit, Schulgeld für die LTC Kids zu sammeln. Bis jetzt läuft es sehr gut und wir sind in der Lage, 37 Kindern das Schulgeld zu bezahlen. Wir bezahlen auch noch Nahrungsmittel für ein paar Familien und falls medizinische Rechnungen anfallen, sind wir dank vielen grosszügigen Spendern in der Lage, diese zu bezahlen. Für mich persönlich war der Besuch in Uganda ein grosser Segen und wir haben die Zeit genossen.
Sybil Müller

Schulbildung

Wie schon in den Jahren zuvor konnten wir Schüler/innen in diversen Schulstufen und an der Universität unterstützen. Wir bezahlten Schulgebühren und Schulmaterial. Mit dem neuen Patenschaftsprojekt wird diese Unterstützung ab 2018 konkreter. 37 Kinder sind im Projekt bis jetzt aufgenommen und werden durch Paten in der Schweiz so unterstützt.

Haus

Endlich ging es voran. Der Umzug ist nah. Wir konnten grosse Fortschritte verzeichnen und möchten dies mit ein paar Bildern zeigen. Fotos in der PDF Datei ganz oben!

Ziele für 2018

Wir blicken optimistisch ein das neue Jahr und haben uns folgende Ziele gesetzt:

  • Verteilung aller Patenschaften und somit die optimale Abdeckung der Bedürfnisse der Kinder und Eltern von Let the children Uganda
  • Ein Besuch von Kizza Godfrey bei uns in der Schweiz im Herbst 2018, um unser Land und unsere Kultur kennenzulernen
  • Aussenansicht
  • Deckenverzierung
  • Innenansicht Schlafzimmer
  • Eingangsbereich mit Sicht in die Küche
  • Toiletten- und Duschgebäude

Im Namen von Let the children Uganda, den Leitern Kizza und Regimer möchte ich mich herzlichst bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung im Jahr 2017 bedanken. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich.
Freundliche Grüsse
Daniela Giger Präsidentin 

Jahresbericht 2016

Was in der Schweiz passierte

Finanzen

Dank unserem grossen Startbudget im Januar 2016 konnten wir sehr zügig mit den Bauarbeiten am Haus weiterfahren. Das Dach wurde fertiggestellt und Fenster sowie Türen gekauft. Die Mauer rund
um das Grundstück nahm ein wenig Gestalt an.

Spenden

Für die laufenden Kosten konnten wir auf regelmässige Spender/innen zählen. Wir sind sehr froh und dankbar auf so grosszügige Menschen zählen zu können. Der gesamte Spendenbetrag belief sich 2016 auf stolze CHF 32‘918.10. Dies durch die zahlreichen Einzelspenden, die unserem Verein anvertraut wurden.

Kollekten

Eine weitere Einnahmequelle sind die Kollekten aus verschiedenen Gottesdiensten. Dazu zählen der @ults (Gottesdienst für junge Erwachsene) und der Sonntagsgottesdienst der reformierten Landeskirche in Oftringen. Zusätzlich wurde an zwei Hochzeiten für unseren Verein gesammelt. Wir wurden im Jahr 2016 mit der stolzen Summe von CHF 3‘745.35 tatkräftig unterstützt.

Notfallmässiger Spendenaufruf

Im Oktober 2016 waren wir unter Zeitdruck, um CHF 22‘000.00 innerhalb von 1-2 Wochen zu sammeln. Mit Hilfe von sehr vielen grosszügigen Spender/-innen in der Schweiz konnten wir die Hälfte generieren. Die andere Hälfte kam von Freunden des Projekts aus den USA. Mit der oben genannten Summe konnten wir das angrenzende Grundstück kaufen. Somit verhindern wir den Verkauf an eine Kaffeefirma, die eine Fabrik bauen wollte. Die Erschütterungen im Boden, die bei so einer Fabrik entstehen, hätten früher oder später unserer Bausubstanz geschadet.

Was in Uganda passierte (von Kizza E. Godfrey)

Schulbildung

Wie schon in den Jahren zuvor konnten wir Schüler/innen in diversen Schulstufen und an der Universität unterstützen. Wir bezahlten Schulgebühren und Schulmaterial.

Familie

Im Jahr 2016 entschlossen sich Regimer und Kizza sechs Kinder dauerhaft bei sich aufzunehmen, also zu adoptieren. Dies sind vor allem Vollwaisen. Diese bilden den Kern des Projekts und das macht das Ganze übersichtlicher. Die Teenager werden immer noch unterstützt und diese wiederum unterstützen die Familie. Weiterhin bleibt mit dieser Anzahl von „dauerhaften“ Kindern immer die Möglichkeit vorübergehend einzelne Kinder aufzunehmen und zu betreuen. Nicht zu vergessen in diesem Abschnitt ist die Geburt des zweiten leiblichen Kindes von Regimer und Kizza. Karin Shine Emolu ist am 18. August gesund per Kaiserschnitt zur Welt gekommen.

Haus

Wie schon weiter oben erwähnt, konnte das Dach fertiggestellt werden. Türen und Fenster sind gekauft und der Boden im Haus ist betoniert. Einen Teil der Grundstücksgrenzen wurde mit einer Mauer gezogen und den grösseren Teil lässt man bewachsen mit einer Mauer aus Ceyapo. So nennen sie eine Pflanze, die dicht  aneinander und mit langen Dornen wächst. Das Grundstück wurde bereits erfolgreich zum Anbau diverser Früchte und Gemüsesorten verwendet.
Das angrenzende Grundstück mit Zuckerrohr konnte im Herbst 2016 notfallmässig gekauft werden.Das bestehende Zuckerrohr wird Mitte 2017 geerntet und verkauft. Danach erfolgt der Anbau von diversen Pflanzen durch Kizza und seine Helfer.

Weihnachtsfeier

Wie jedes Jahr konnten wir auch im 2016 wieder eine Weihnachtsfeier ermöglichen. Sie erlebte einen rossen Andrang. Es wurde gebadet, gespielt, gesungen und gegessen. Ein riesiges und gelungenes Fest für alle.

Ziele für 2017

Einige Ziele konnten bereits den vorherigen Kapiteln entnommen werden. Folgende Ziele werden noch angestrebt: – Einzug ins bald fertige Haus – Kizza hat sich zum Thema Landwirtschaft bei diversen Bauern weitergebildet. Dieses Wissen möchte er in Zukunft nutzen zum Anbau von diversen Pflanzen zum Eigengebrauch (Tomaten, Bohnen, Mais, Kartoffeln etc.) und zum Verkauf (Passionsfrucht, Bananen). – Den Fokus des Projekts auf die direkte Unterstützung von instabilen Familien lenken. In Zusammenarbeit mit anderen Familien, die bereit sind, Kinder temporär bei sich aufzunehmen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern von ganzen Herzen für diegrosszügige Unterstützung und die Treue bedanken, auch im Namen von Kizza E. Godfrey und seiner Frau Regimer.

Jahresbericht 2015

Was in der Schweiz passierte

Finanzen
Während des gesamten Jahres waren wir damit beschäftigt die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen, um beim Hausbau weiterarbeiten zu können. Der Garten war schon angelegt und die Mauern standen. Der zweite grosse Schritt war das Dach zusammen mit Fenster und Türen. Schlussendlich konnten wir dank unseren grosszügigen Spenderinnen und Spender, diversen Kollekten und der Weihnachtsaktion der Bezirksschule Oftringen (AG)Ende 2015 mit der weiteren Planung der Arbeiten am Haus beginnen. Spenden
Für die laufenden Kosten konnten wir auf regelmässige Spender/innen zählen. Wir sind sehr froh und dankbar auf so grosszügige Menschen zählen zu können. Der gesamte Spendenbetrag belief sich 2015 auf stolze CHF 21‘797.35. Dies durch die zahlreichen Einzelspenden die unserem Verein anvertraut wurden. Kollekten
Eine weitere Einnahmequelle sind die Kollekten aus verschiedenen Gottesdiensten. Dazu zählen der @omic church (Jugendgottesdienst), @ults (Gottesdienst für junge Erwachsene) und der Sonntagsgottesdienst der reformierten Landeskirche in Oftringen. Wir wurden im Jahr 2015 mit der stolzen Summe von CHF 4‘989.85 tatkräftig unterstützt

Weihnachtsaktion Bezirksschule Oftringen
Schüler der Bezirksschule schlugen Let the children Uganda im Sommer 2015 vor für die Weihnachtsaktion, die alle drei Jahre stattfindet. Die verschiedenen Klassen stimmten jeweils über alle möglichen Vorschläge ab. Schlussendlich wurden wir als Projekt ausgewählt. Unsere Arbeit wurde der ganzen Bezirksschule in einer Schullektion vorgestellt, damit sich alle ein Bild von uns machen konnten. Am 3. Dezember 2015 am Abend fand die Aktion statt mit einem Sponsorenlauf. Vor und nach der Aktion durften wir uns noch an Berichten im Zofinger Tagblatt und dem Oftringer Bulletin erfreuen. Zum Schluss wurden unserem Projekt CHF 12‘900 gutgeschrieben. Ein voller Erfolg.

Was in Uganda passierte (von Kizza E. Godfrey)

Schulbildung
Wir haben 9 Kinder unterstützt, die ihren Primarschulabschluss gemacht haben. Damit können sie sich für die weiteren Schullevel anmelden. Zudem hatten wir 3 Kinder, die sich bereits für die Qualifikationsprüfungen für die Oberstufe qualifiziert haben. Zudem haben wir über 50 weitere Kinder, die wir in verschiedensten Schulen in und um Mbikko unterstützen. Die Schulen haben uns gewisse Rabatte bei den Gebühren gegeben. Dafür sind wir sehr dankbar.
Wir haben 2 Kindern zu einem S4 Abschluss verholfen, was die Voraussetzung ist, um an die High School zu kommen. Dies wiederum ebnet den Weg an die Universität. 2015 hatten wir bereits wieder 3 Kinder angemeldet für den S4 Abschluss. Ein Abschluss an der Universität ist in Uganda eine sehr gute Basis im Leben eines Jeden. Die folgenden zwei Beispiele junger Frauen geben Hoffnung. Catherine Nakito
Sie ist in Mbikko geboren und aufgewachsen in einer nicht funktionierenden armen Familie mit 5 Geschwistern. Ihr Vater war bekannt als grösster Alkoholiker im Bezirk Njeru. Ihre Mutter arbeitete im Prostitutionsviertel in den dortigen „Hotels“. Sie reinigte die Bettwäsche und die Zimmer. Keine ehrenhafte Arbeit, aber eine Mutter die alles tut, um ihre Familie zu ernähren

Als erstes wurde Catherine von Joanna Matovu (Kizza‘s Schwiegermutter) unterstützt. Später kam sie zu Let the children Ministries und wird nun schon seit 5 Jahren von uns gefördert. Vorher verkaufte sie täglich gebratene Maiskolben am Strassenrand und hielt Ausschau nach einer Transportmöglichkeit zu ihrer Schule. Für ein Mädchen war das kein Leben. Wir entschieden uns, sie bei uns als Teil der Familie aufzunehmen. Cathy ist eine einfache, zurückhaltende und disziplinierte junge Frau, die nicht sehr viel redet. Sie ist kein kreativer Kopf, aber sie ist sehr lernfähig, kann extrem gut zuhören und sie ist eine unserer besten Studenten. Für uns ist das nicht überraschend, dass Cathy so intelligent ist. Ihr Vater war einst ein junger Mann, der an der Universität Jura studierte und fliessend Englisch und Französisch sprach. Er war der beste Student seines Jahrgangs, was ihm leider zu Kopf stieg. Er begann zu trinken und flog von der Universität. Vor etwa 6 Jahren wurde er auf der Strasse in betrunkenem Zustand von einem Auto angefahren und verstarb. Cathy war eine der besten Studenten an der St. Noah Mawagali Sekundarschule, eine der besseren Schulen im Bezirk Njeru. Sie wurde als disziplinierteste Studentin ausgezeichnet. Momentan ist ihr Ziel an die Universität zu kommen. Ihre momentanen Hauptfächer sind Mathematik, Physik und Chemie. Ihre berufliche Laufbahn liegt uns sehr am Herzen. Sie ist ein Mensch der ein geregeltes Leben braucht. Sie ist nicht gemacht für ein flexibles Leben, wo man von einem Tag zum anderen lebt und mal sieht was der Tag so bringt. Sie braucht Strukturen und Sicherheit. Eine gute Ausbildung mit Aussicht auf einen guten Job helfen ihr dieses geregelte Leben für sich zu erreichen.Und trotzdem wünschen wir ihr mehr Weitsicht im Sinn, dass wenn Plan A nicht funktioniert, es trotzdem weiter geht und vielleicht ein Plan B, C und D vorhanden ist. Cathy ist ein gutes Vorbild für ihre eigene Familie und ist uns bei Let the children eine grosse Hilfe im täglichen Familienleben. Wir werden sie voraussichtlich an der Universität noch weitere 3-4 Jahre unterstützen. Dies heisst für uns höhere Ausgaben im Bereich der Schulgebühren. Wir sind auf Ihre Treue angewiesen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Twine Brenda
2013 erhielten wir eine Nachricht. Es ging um eine junge Frau namens Twine Brenda, die Mühe hatte im Leben vorwärts zu kommen. Sie war arbeitslos, alleine und hatte eine kleine Tochter. Wir wurden angefragt, ob wir als Let the children sie in irgendeiner Weise unterstützen könnten. Wir kamen mit Brenda in Kontakt und erfuhren, dass sie von ihrem Freund verlassen wurde, als sie schwanger war. Damals war sie gerade in ihrem ersten Jahr an der Universität. Sie fragte, ob wir ihre Tochter aufnehmen könnten, damit sie sich einen Job suchen und ihr Leben wieder etwas ordnen kann

Auf längere Sicht mit dem Blick auf die Finanzen schlugen wir ihr jedoch vor, ob sie nicht wieder an die Universität gehen wollte, damit sie ihren Abschluss machen kann. Sie fand unsere Idee gut und so lebte während des Studiums die kleine Tochter bei uns und wir finanzierten Brenda das Studium. Im Januar 2015 schloss sie ihr Studium in Guidance and Counselling erfolgreich ab und arbeitet heute in Kenia bei einer Organisation Transparency International und kann für sich und ihre Tochter sorgen. Autowaschprojekt
Arbeitslosigkeit ist ein riesiges Problem auf der ganzen Welt. Gerade hier in Mbikko, wo Prostitution, Drogenhandel und Kindesmissbrauch seit Jahrzehnten zum Alltag gehören und schon mehrere Generationen beeinflusst hat, haben die Menschen sich selbst aufgegeben und können sich nicht für eine regelmässige Arbeit motivieren. Frauen sehen ihr Ziel in der Heirat mit einem Mann, der sie ja von da an finanziert. Leider funktioniert genau dieser Plan selten und die Frauen landen in der Prostitution. So wachsen sehr viele Kinder mit nur einem Elternteil auf und meistens sind die Eltern so jung, dass sie selbst noch auf die Unterstützung derer Eltern angewiesen sind. Let the children hat ernsthafte Schritte getan, um den Menschen einfache Arbeiten beizubringen. Damit sie erkennen, dass eine hart arbeitende Gesellschaft den Weg zur Selbstständigkeit finden kann. Wir sind sehr dankbar, dass wir durch Ihre Unterstützung ein weiteres kleines Projekt starten konnten. Damit können wir auf eine andere Weise die Gemeinde und die Familien unterstützen. Wie Sie sicher bereits wissen, sind einige Jugendliche Teil unserer Let the children Familie. Sie helfen uns täglich im Alltag mit den kleineren Kindern und den Arbeiten ums Haus herum. Wir haben sie im Gegenzug als volle Familienmitglieder bei uns aufgenommen. Doch wir finden, das ist nicht genug. Diese jungen Erwachsenen müssen individuell gefördert werden.

Letztes Jahr haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, um kleine Geschäfte mit den Jugendlichen aufzubauen. Nach einigen mühsamen Versuchen haben wir etwas gesucht, das wir zusammen machen können. Dies schien uns einfacher für den Moment. Vor einigen Monaten haben wir eine Autowaschstation eingeweiht an einer der dichtest befahrenen Strassen in Jinja. Sie soll den Jugendlichen ein kleines Einkommen ermöglichen durch ihre eigene Arbeit. Am 4. November 2015 starteten wir mit 5 Jugendlichen aus der Gemeinde. Saidi und Julius sind 2 dieser Jugendlichen und schon seit 2009 bei Let the children dabei. Momentan sind wir erst bei circa 5 Kunden pro Tag und die Einnahmen reichen vor allem für unseren Arbeitsweg und die Verpflegung. Trotzdem konnten wir im Schnitt jeden Tag 3 Franken als Gewinn verzeichnen. Der gute Standort alleine, bringt einem noch nicht die Kundschaft. Viele möchten ihr Auto nicht jemand anderem anvertrauen und viele haben ihren Stammplatz, wo sie ihre Autos zum Waschen vorbei bringen. Aber wir haben bereits 4 Stammkunden, die immer wieder gerne unsere Dienste in Anspruch nehmen. Unser Ziel sind 20 Autos pro Tag zu waschen. Das wäre von uns zeitlich machbar. Nur sind wir noch relativ weit von unserem Ziel entfernt. Die Jugendlichen sind jedoch total motiviert und fühlen sich total gut dabei, ihr eigenes Geld zu verdienen. Jetzt gilt es uns gut zu vermarkten und die Arbeit zu optimieren. Denn mit mehr Kundschaft könnten wir noch mehr Jugendliche der Gemeinde bei uns einstellen und sie so unterstützen.

Zur Arbeitsoptimierung liebäugeln wir mit einem Hochdruckreiniger, welcher unsere Arbeit erleichtern würde. Die Autos werden bei starker Verschmutzung trotzdem schnell sauber und Wasser kann gespart werden. Dafür müssten wir 500.- Franken investieren. Wenn wir schon beim Wasser sparen sind, möchten wir Ihnen den folgenden kleinen Zwischenfall nicht vorenthalten. Zu Beginn der Arbeit an der Waschstation kamen Vertreter der Nationalen Wasserbehörde vorbei. Sie realisierten, dass der Wasserzähler an unserem Wasserhahn nicht funktioniert und sie momentan keinen neuen haben. Das hiess für uns: Seit Beginn der Waschstation und bis auf weiteres ist das verwendete Wasser gratis. Ist das nicht ein kleines Wunder!?

Familie
Der grösste Gewinn in unserem Projekt ist unsere Familie. Wir nehmen verschiedene Kinder mit den unterschiedlichsten familiären Hintergründen bei uns auf. Der Unterschied zu einer sonst „normalen“ Familie ist, dass die Kinder bei uns mit einem Onkel (Kizza) und einer Tante (Kizza’s Frau Regimer) aufwachsen. So wachsen sie in einem Umfeld von Liebe und Akzeptanz auf, wie in einer intakten Familie. Es ist nicht wie in einer sonstigen Organisation mit viel Programmteilen und speziellen Regeln, sondern so wie in einer normalen (etwas grösseren) Familie. Zu Beginn war es schwierig allen Kindern gerecht zu werden. Sie kamen mit den verschiedensten Problemen und Prägungen zu uns. Doch mittlerweile hat sich ein toller Alltag eingependelt, wo jeder seinen Platz hat. Momentan sind wir 12 Personen und könnten noch 5 weitere Kinder bei uns aufnehmen. Viele Menschen in unserem Dorf können nicht glauben, was sie bei uns sehen und sind total fasziniert. Sie fragen sich, ob es wirklich möglich ist als so eine grosse und glückliche Familie längerfristig zu funktionieren? Wir können es auch nicht erklären, aber es ist nun mal so. Es ist wundervoll zu sehen, wie Kinder bei uns ihre Traumata verarbeitet haben und sie aufblühen in der von Liebe und Respekt geprägten Familie. Unser Wunsch ist es, in Zukunft nicht nur ein Kind aus einer Familie zu unterstützen, sondern deren ganze Familie einzubeziehen. Wir wollen die komplette Familie unterstützen, indem wir älteren Kinder und den Eltern zeigen und helfen, ein eigenes kleines Geschäft aufzubauen. Wir möchten zudem intakte Familien motivieren, weitere Kinder aus anderen Familien zu unterstützen, dass ein kleines Netzwerk entsteht, wo man einander unter die Arme greift. 

Ziele für 2016 

Einige Ziele konnten bereits den vorherigen Kapiteln entnommen werden. Folgende Ziele werden noch angestrebt: – Die Arbeiten am Haus werden fortgesetzt. Das Dach, die Fenster und Türen sind als erstes an der Reihe. Nach Möglichkeit wird mit dem Bau einer Mauer um das Grundstück begonnen, was für mehr Sicherheit sorgen würde.
– Wir werden Cathy das Studium an der Universität finanzieren.
– Wir möchten ein Netzwerk von Familien aufbauen, die einander unterstützen und ihre Kinder fördern. Damit sie zu selbstständigen Mitgliedern der Gesellschaft heranwachsen mit Zukunftsperspektiven.
– Wir möchten weiterhin fähig sein, die laufenden Kosten für Nahrung, Miete, Schulgebühren und medizinische Versorgung zu gewährleisten.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern von ganzen Herzen für die grosszügige Unterstützung und die Treue bedanken, auch im Namen von Kizza E. Godfrey und seiner Frau Regimer. Freundliche Grüsse Daniela Giger Präsidentin

Eine Mauer entsteht

Nachdem das Dach erfolgreich fertiggestellt wurde, haben die Arbeiten schon an einer anderen Stelle begonnen. Eine Mauer mit einem Tor soll das gesamte Grundstück umgeben. Dies dient in erster Linie als Schutz vor Diebstahl. Leider ist in Uganda (vor allem auf dem Land) nicht allen Menschen klar was „Deins“ und „Meins“ bedeutet. Dies gilt für angepflanzte Lebensmittel, wie auch Baumaterialien. Was nicht geschützt ist, wird mitgenommen.