Calida sei Dank

Durch eine grosszügige Spende an wunderschönen Kleidungsstücken in bester Qualität konnte sehr vielen Menschen in Uganda eine grosse Freude gemacht werden. Die Nachthemden werden nicht zum Schlafen benutzt, die Frauen tragen sie den Tag durch, weil das Material sehr leicht und luftig ist. Es war ein Herrenpyjama dabei und dieses konnten wir einem Pastor schenken, der in sehr bescheidenen Verhältnissen mit seiner Frau und seinen 7 Kindern lebt. Er zog das Pyjama auf der Stelle an, obwohl er bei Jael und mir auf der Veranda gesessen hat. Er sagte uns, dass er noch nie im Leben einen Schlafanzug besessen habe und das ein unglaublich tolles Geschenk für ihn sei. In der Nacht wird es in Uganda ziemlich kühl (12-18 Grad) und viele Menschen schlafen auf dem nackten Lehmboden oder auf einem dünnen Mätteli.

In diesem Sinn sagen wir im Namen von ungefähr 60 Ugandapersonen herzlichen Dank für diese tolle Spende von Calida.

Corona Help – voll im Einsatz

Leider hat sich die Situation durch die erneuten Einschränkungen und Lockdownbedingungen wieder massiv verschärft in Uganda. Monday, Richard, Kizza und ein tolles Team sind tagtäglich am Austeilen von Nahrungsmitteln. Wir haben bei unserem Besuch leider mit eigenen Augen ansehen müssen, wie gross die Not vor Ort ist.

Wir haben eine Lastwagenladung Maismehl (Posho) gekauft und diese wurden in 10 Kilo Säcken geliefert. Die Hälfte von der Wagenladung luden wir bei Joy zu Hause ab und mit dem Rest fuhren wir in die Slums. Bereits die Abfahrt war sehr abenteuerlich und erforderte ein gemeinsames Anpacken.

In den Slums angekommen hielten wir leider an der falschen Stelle und wurden schnell von einer grossen verzweifelten Menschenmenge umringt. Dies zwang und zu einem sofortigen Rückzug, die Situation kann in diesen Bereichen der Slums extrem schnell kippen und unsere Sicherheit stand an erster Stelle.

Ein Team von Einheimischen fuhr dann in einen anderen Bereich der Slums, um diese Essensäcke zu verteilen. In der Zwischenzeit wurden auch Säcke zu den Menschen gebracht, die uns alle so umringt haben. Aber wir haben als Muzungus (Weisse) einfach viel zu viel Aufmerksamkeit auf uns gezogen und die ganze Organisation war auch nicht optimal geplant gewesen.

Familie Lippuner und ich haben noch ein paar andere Corona Help Essensverteileinsätze mitgemacht und es war immer sehr berührend, wie die Menschen auf den Satz „Mukama akuuwe omukisa“ (Gott segne Dich) reagiert haben. Ein Strahlen kam auf ihr Gesicht und mit lauter Stimme antworteten sie mit „Amina“ (Amen). Unglaublich wie viel Hoffnung und Segen ein einziger Sack Nahrung schenken kann.

Mir persönlich bleiben einige Bilder im Herzen hängen. Man fühlt sich oft so hilflos und die Not kann einem wirklich extrem an die Nieren gehen. Und doch sehe ich tagtäglich Wunder geschehen. Menschen die Geld spenden und uns durch eine einzige Spende eine Wagenladung Posho ermöglichen. Teenies die ein ganzes Weekend backen und das Gebackene verteilen um genau so eine Wagenladung kaufen zu können. Wir alle können etwas gegen die Not in dieser Welt tun. Ich persönlich habe gesehen, was mit 10 Franken gemacht werden kann. Ein Sack Posho kostet 10 Franken und gibt eine Woche lang einer Familie einen vollen Teller.

Wasser für Tongolo

Im Oktober 2020 besuchte ich zum ersten Mal diese Dorfkette, bestehend aus 12 verschiedenen Dörfern, am Fusse vom Gebetsberg in Uganda und am Ufer des Lake Victorias. Die dort herrschende Armut erschütterte mich zutiefst und dieser Besuch weckte in mir den Wunsch, etwas für diese Menschen zu tun. Wieder in der Schweiz unterhielt ich mich mit jemanden über diese Dorfkette genannt Tongolo und erzählte diesem Mann wie es mich erschüttert hat, wie weit die Kinder mit ihren gelben Wasserkanistern tagtäglich gehen müssen, um das notwendige Wasser zu bekommen. Nach einiger Zeit schrieb mir dieser Mann, dass er einen Brunnen für diese Dörfer bezahlen möchte. Was für ein Wunder. In der Zwischenzeit hat ein junger Geschäftsmann noch einen weiteren Betrag überwiesen, um dieses Brunnenprojekt zu realisieren.

Ein freiwilliger Mitarbeiter von Let the children Uganda, fuhr mit einer Bohrfirma nach Tongolo um eine geeignete Stelle für diesen Brunnen zu finden. Im Juli 2021 besuchten wir als grösseres Schweizerteam diesen Ort. Zuerst „durften“ wir jedoch den Weg zurücklegen, den ein ugandisches Kind tagtäglich machen muss. Es ging sehr steil den Berg hoch durch unwegsames Gelände. Schon wenn die Erde trocken ist, gibt es einige herausfordernde Stellen, aber bei Regen, wird dieser Auf- und Abstieg sehr gefährlich. Und das noch mit einem 10-20 Liter Wassertank? Zudem ist dieses Gebiet sehr stark schlangenverseucht und schon oft starben Menschen auf dem Weg zur Wasserstelle an einem Schlangenbiss. Wir trafen uns zusätzlich noch mit einem Brunneningenieur, um auch über die Reaktivierung von 3 weiteren Brunnen in Tongolo zu sprechen. Diese Reaktivierung wird nun als erstes in Angriff genommen und danach kommt die Bohrung vom Brunnen an die Reihe.

Ich war ganz erstaunt darüber, einen Brunnen mitten in einem dieser Dörfer zu sehen. Dieser Brunnen wurde von einer Wohltätigkeitsorganisation gebaut, aber die Einheimischen müssen so viel für das Wasser bezahlen, dass sie es sich nicht leisten können. Es hat mich traurig gemacht, dass es Menschen gibt, die sich noch an der Armut dieser Menschen bereichern wollen. Gottlob dürfen wir nun einen Brunnen graben, wo es Gratiswasser gibt.

Impfaktion

Wir konnten beim Haus von Joy eine Impfaktion durchführen. Mitarbeitende von Let the children in Uganda sowie auch Familien, welche von uns unterstützt werden, durften sich gegen Covid-19 impfen lassen.

Uganda-Besuch 2021

Am 16. Juni sind Sybil und Jael wieder nach Uganda gereist, um einige Sachen vor Ort anschauen und besprechen zu können. Obwohl dort kurz zuvor wieder einige Einschränkungen in Kraft gesetzt wurden, können sie sich dank guten Kontakten und Bewilligungen doch einigermassen bewegen und die verschiedenen Standorte besuchen.

Danke 🙂

Kizza (rechts) und Monday danken all den «Let the children Uganda» Freunden aus der Schweiz und wünschen schöne Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr und wir schliessen uns diesem Dank und den Wünschen an.

Hier noch ein Video von Monday mit Eindrücken von der Hilfsgüterverteilung während der Corona-Zeit.

Besuch bei Kizza zu Hause

Wie jedes Jahr war der Besuch in Kizzas Haus ein absolutes Highlight. Die Kinder freuen sich immer sehr, zu hören, wie es ihren Supportern in der Schweiz geht. In diesem Jahr war mein Besuch sehr kurzfristig geplant und ich konnte nicht gross Geschenke mitnehmen. Aus diesem Grund liess Regimer (Remmy), Kizzas Ehefrau, für alle 100 «Let the children» Kids ein farbiges T-Shirt mit der Aufschrift «Let the children Uganda – Switzerland loves you» bedrucken. Sie brachte alle Shirts zu den Kindern nach Hause und die Freude darüber war sehr gross. Ein Hit waren auch die Spiele, die ich aus der Schweiz mitgebracht habe. Das Gratismemory aus der Migros wurde mehrere Stunden lang gespielt und es sei auch jetzt noch rege in Gebrauch.