Corona Hilfe

Als bei uns die Coronakrise bereits voll im Gange war, fing sie in Uganda erst an. Doch bereits nach 5 Tagen war die Situation in Jinja prekär. Die Menschen durften ihre Lädeli nicht mehr öffnen und Taxidiensten nicht mehr nachgehen. Bereits nach ein paar Tagen standen sie vor einem grossen finanziellen Loch. Ich möchte die Lage kurz erklären.

Die Menschen in Uganda hatten schon vor dem Ausbruch des Corona Viruses zum grössten Teil kein Grundeinkommen. Sie lebten von der Hand in den Mund. Das heisst, wenn sie an einem Tag etwas verdienten, und da sprechen wir von 1-3 Franken, dann wurde das am nächsten Tag in Nahrungsmittel umgesetzt. Viele der Frauen verdienten ihr Geld durch den Verkauf von eigenen Früchten oder Gemüse, Näharbeiten oder Touristenartikel wie Täschli, Armbändeli und Kleider. Die Männer verdienten ihr Geld durch Bodaboda Fahrten (Töfflitaxi) und anderen kleinen Diensten, wie Reparaturarbeiten. Versicherungen kennt dieses Land nicht. Wenn das Geld fehlt, bleibt der Tisch leer. Und so gibt es ohne Einkommen sofort keine Nahrungsmittel mehr im Haus. Sich einen grossen Vorrat zulegen gibt es auch nicht, denn dafür fehlt das tägliche Geld und meistens fehlt auch der Platz dazu, weil mehrere Menschen in einem einzigen kleinen Raum leben. Zudem sind die Räume feucht und lehmig. Also zieht der Hunger noch vor dem richtigen Ausbruch von Corona in dieses Land.

Monday, der Bruder von Kizza bot sich an, Essen für uns einzukaufen und es zu verteilen. In kürzester Zeit konnten wir durch so viele grosszügige Menschen um uns herum, einen schönen Betrag sammeln und diesen auch gerade vor Ort in Jinja in Nahrungsmittel umsetzen.

Monday hat viel zu tun. Er bekam tatkräftige Hilfe von einem Pastor namens Richard und seiner ganzen Familie. Sie helfen ihm die grossen Reissäcke in kleine Säcke umzupacken und alles andere an Nahrungsmittel gerecht aufzuteilen. Sie haben die Hilfsgüter auf einen Lastwagen gepackt und diese tagelang in die abgelegenen Dörfer gebracht.

Doch nun hat die Regierung das Fahren von Autos strikte verboten und die Sache wird sehr mühsam. Sie dürfen nur noch Bodaboda fahren und haben alle ein solches gemietet. Sie laden 100-200 Kilo Säcke auf den Gepäckträger und fahren langsam durch die Strassen. Doch die Motivation ist gross, denn was sie jeweils in den Gesichtern der Beschenkten sehen, berührt die Verteiler zu tiefst. Der Pfarrer meinte, er fühle sich nun zum ersten Mal als richtiger Pastor. Ein Hirte der zu seinen Schafen nicht nur mit Worten sondern auch mit Taten schauen darf. Die Freude der Menschen ist unendlich gross und vor lauter Dankbarkeit fehlen ihnen oft die Worte. Die Verteiler sagen den Menschen bewusst nicht woher das Geld für das Essen kommt. Sie sagen einfach, dass Gott ihre Not sieht und sie nicht vergessen hat.

Wir möchten einfach von ganzem Herzen danke sagen, dass uns so viele Menschen bei dieser wertvollen Arbeit unterstützen. Denn ohne Euch könnten wir in Uganda nicht so viel bewirken.

Da die Situation nach wie vor sehr schlimm ist und der Hunger von Tag zu Tag zunimmt, werden wir diese Spendenaktion weiterlaufen lassen. Wenn Du also etwas spenden möchtest, dann darfst Du gerne mit dem Vermerk «Corona Help» auf folgendes Konto einzahlen:
IBAN: CH35 0642 8645 0245 0750 6 Let the children Uganda (Spenden)

Regen, Regen, Regen

Bereits im Newsletter vom September haben wir über ein aktuelles Problem kurz berichtet. Dieses hat sich in den letzten Wochen noch verschärft und muss nun in Angriff genommen werden. Das Grundstück des Haupthauses von «Let the children» ist abfallend und durch die starken Regenfälle wird der Boden ausgewaschen. Der Boden ist somit eine Rutschpartie für jegliche Fahrzeuge, eignet sich nicht zum Anlegen eines Gemüsegartens oder zum Spielen für Kinder. Zudem ist der Bau der Mauer um das Grundstück momentan nicht sinnvoll, da sich am unteren Teil des Grundstücks das Wasser sonst sammelt oder gar die Mauer zerstört. Wie im Video sichtbar muss etwas unternommen werden. Wir planen eine Terrassierung mit separaten Kanälen als Wasserabfluss. Damit beabsichtigen wir den Schutz des Untergrunds und die Möglichkeit, das Grundstück optimal zu nutzen. Wir sind dankbar für jede einzelne Spende.

Ein Haus für Joy und Familie

Dank den durch den Sponsorenlauf «Run for Joy» eingenommenen Beiträgen und einer grösseren Einzelspende konnte nun für Joy, die Mutter von Kizza, und ihre Familie sowie die Let the children Kinder die bei ihr untergebracht sind ein Haus gesucht werden. Kizza hatte sich schon vor Sybils und Jaels Ankunft ein wenig umgeschaut. Und nun konnte also ein passendes Haus gefunden und gekauft werden. Die Freude ist riesengross. Bevor sie einziehen können, gibt es noch ein paar kleinere Renovationsarbeiten zu erledigen, doch schon in ca. 3 Wochen wird es soweit sein. Vielen herzlichen Dank allen Spendern.