Es ist nicht immer einfach, alles, was man auf einer Reise erlebt, in einen «Bericht» zu packen und die Abschnitte kurz und knackig zu halten, fordert mich sehr heraus. Alles Erlebte ist mit so vielen Emotionen verbunden, über die man stundenlang schreiben könnte.
Die diesjährige Reise planten wir aus verschiedenen Gründen viel kürzer als in anderen Jahren. Die Koordination, dass wir fast alle Kinder sehen zu können, forderte unser Team mächtig heraus. Für die Besuche an den Schulen mussten Sonderbewilligungen eingeholt werden und auch die Besuche bei den Familien zuhause, sind nicht immer einfach zu organisieren. Die holprigen, mit Schlaglöchern übersäten Strassen machen das Herumfahren sehr abenteuerlich und man braucht so viel mehr Zeit, um von A nach B zu gelangen. Die strahlenden Gesichter unserer Kinder und Jugendlichen, sind es jedoch Wert und die Freude über das Wiedersehen, lässt alle Anstrengungen vergessen. Die Freude über die Geschenke, Briefe und gesponserten Schuletuis war bei allen gross.
In diesem Jahr ist es uns aufgefallen, dass sehr viele der «kleinen Jungs» uns grössenmässig überholt haben. Aus vielen unserer Mädchen sind wunderschöne, starke junge Frauen geworden und der Austausch mit ihnen, war in diesem Jahr besonders wertvoll. Da es uns nicht möglich war, in dieser kurzen Zeit alle Kinder und Jugendlichen an den Schulen oder zuhause zu besuchen, organisierte unser Team ein Treffen. Ich wurde von meinen Gefühlen überwältigt, als 80 Kinder und Jugendliche auf unser Auto zugelaufen kamen. Kinder, die wir zwar nur einmal im Jahr sehen, die wir aber ein ganzes Jahr im Herzen mit uns herumtragen und für sie beten. Ich habe noch nie so viele Umarmungen in 20 Minuten erhalten. Bei diesem Treffen haben wir uns über die gemeinsame Zeit gefreut, Lieder gesungen, feines Essen genossen und ausgetauscht. Über die Schuletuis, Taschen und Rucksäcke haben sich alle kleinen und grossen Kids sehr gefreut. Und natürlich durfte auch die Schweizer Schoggi nicht fehlen. Das Interesse der Kinder an ihren Sponsoren aus der Schweiz war bei diesem Besuch enorm gross. Uns wurden sehr viele Fragen gestellt und das Bedürfnis ein Foto von den Menschen zu sehen, die ihnen eine Zukunft voller Hoffnung schenken, war gross.
Wir durften sehr viel positive Veränderung sehen und Wunder miterleben, die im Leben dieser Kinder geschehen sind. Aber es gibt auch Fälle, die man mit nach Hause nimmt und die noch lange schwer auf dem Herzen liegen. Wir haben auch mit Missbrauch, Vernachlässigung und Krankheit zu kämpfen. In solchen Situationen sind sehr viel Vorsicht und Weisheit von unserem Team gefordert. Die Kinder einfach wegzunehmen ist keine Lösung. Das würde uns in grosse Schwierigkeiten bringen. Unser Team hat sich mit den betroffenen Eltern ausgetauscht und Lösungen wurden gesucht. Uns ist es wichtig, niemanden zu entmündigen, sondern zu stärken und zu ermutigen und doch bei allem den Schutz der Kinder als erste Priorität zu behalten.
Wir sind jederzeit bereit, Fragen zum Wohlergehen der Patenkinder zu beantworten. Falls es einem Kind nicht gut geht, oder die Familiensituation kritisch ist, informieren wir die Supporter auch.
Ich habe sehr viele Geschenke aus Uganda mit nach Hause genommen. Wenn du dir etwas aussuchen möchtest, melde dich bei mir und komm vorbei. Hier ein paar Bilder von unseren Begegnungen mit dem Team, den Kindern und Familien. Danke für dein Interesse und deine treue Unterstützung.








